Historie MAROS

MAROS 2010

Fach-Workshop Intelligente Systeme für die Meerestechnik

Der Workshop in Ilmenau im November 2010 war der Auftakt für die Reihe der MAROS Konferenzen.

Ziel dieses Workshops war die Identifizierung von Enwicklungsschwerpunkten innerhalb der Meerestechnik.

Den Auftakt bildeten Impulsvorträge zu den Themen:

  • Öl/Gas,
  • Marine mineralische Rohstoffe,
  • Energie,
  • Meeresforschung und
  • Gashydrate.

Darauf aufbauend wurden technologiebezogene Arbeitsgruppen zu den Themen

  • Konstruktion,
  • Kommunikation,
  • Sicherheit,
  • Autonomie und
  • Sensorik

gebildet. In diesen Workshops wurden SWOT-Analysen für Technologiefelder erarbeitet. Daraus abgleitet wurden die Potenziale, Marktchancen und Zeithorizonte für die unterschiedlichen Technologien.

MAROS 2013

Maritime Robotik und Sensorik: Design the Future 2025

Das Symposium lieferte einen Beitrag zur zielgerichteten Ausrichtung der Forschung und Entwicklung im Bereich der Meerestechnik. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat dieses Symposium unterstützt.

Im Bereich der Meerestechnik sind Roboter und Sensoren Schlüsseltechnologien, um die Märkte der

Zukunft zu erschließen. In diesem Bereich gibt es bereits etablierte Technologien. Jedoch entwickeln sich die Märkte in den nächsten Jahren rasant weiter. Das hat die in Kiel stattgefundene “Achte Nationale Maritime Konferenz“ eindrucksvoll gezeigt. Für die Unterwasserrobotik und -sensorik ergeben sich daraus viele neue Herausforderungen. Um diese Herausforderungen zielgerichtet anzugehen, sind genaue Kenntnisse der zukünftigen Märkte erforderlich. Einen Beitrag leistete dieses Symposium. Im Fokus standen dabei die Zukunftsmärkte:

  • Off-shore Energieerzeugung (off-shore Wind, Wellenkraftwerke etc.),
  • Ressourcen aus dem Meer (marine minerale Rohstoffe, off-shore Öl und Gas),
  • Meeresforschung,
  • Marikulturen und
  • Infrastrukturen (Transportleitungen für Energie und Rohstoffe etc.).

Der Workshop richtete sich an Entwickler im Bereich der Unterwasserrobotik und -sensorik sowie deren Anwender in den genannten Märkten der Zukunft und wurde in Ilmenau durchgeführt.

Ablauf des Symposiums

Zu jedem oben genannten Markt der Zukunft wurde ein Workshop mit folgendem Inhalt durchgeführt:

  • Impulsvortrag von einem eingeladenen Experten mit der Darstellung des jeweiligen Marktes im Jahr 2025
  • Vorträge von Entwicklern und Anwendern (siehe Aufruf am Ende des Flyers)
  • Diskussion

à Begleitung durch einen Industriedesigner, der parallel das Bild der Zukunft zeichnete.

à Schriftliche Dokumentation der Anforderungen an die Unterwasserrobotik und -sensorik.

Die entstandenen Bilder der Zukunft und die schriftlichen Dokumentationen unterstützen die Erstellung von Roadmaps, die sich an den Anforderungen der Märkte ausrichten.

Die nachfolgenden Experten konnten für die Impulsvorträge gewonnen werden:

  • Off-shore Wind: Jörgen Thiele, Vorstand Stiftung Offshore-Windenergie
  • Ressourcen aus dem Meer: Dr. Michael Wiedicke-Hombach, Marine Rohstofferkundung, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
  • Meeresforschung: Prof. Dr. Colin Devey, Magmatic and Hydrothermal Systems, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
  • Tiefsee-Ökologie und -Technologie: Prof. Dr. Antje Boetius, Leiterin HGF MPG Brückengruppe für Tiefsee-Ökologie und -Technologie, Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung
  • Marikulturen: Prof. Dr. Bela H. Buck, Bundesverband Aquakultur e.V., Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung
  • Seekabel und Versorgungsleitungen: Lars Muck, General Manager, Siem Offshore Contractors GmbH

MAROS 2015

Roadmapentwicklung für die Maritime Robotik und Sensorik

Die maritime Industrie und maritime Technologien spielen eine wichtige strategische Rolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Versorgung mit Energie, Rohstoffen oder Nahrungsmitteln. Deutschland verfügt über eine breite industrielle und wissenschaftliche Basis. In vielen Bereichen hat die Branche hervorragende technische Lösungen und Konzepte entwickelt. Die Initiatoren der MAROS-Konferenzen und der Nationale Masterplan Maritime Technologien (NMMT) verfolgen das Ziel, deren Einsatz in anspruchsvollen Anwendungen, die Präsenz, Wahrnehmung und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Meerestechnik auf nationalen und internationalen Märkten zu erhöhen. Mit dem Ausbau der technologisch höchst anspruchsvollen Meerestechnik werden hochwertige Arbeitsplätze in einem Zukunftsmarkt von großer strategischer Bedeutung gesichert und geschaffen. Zukünftig wird eine stärkere internationale Ausrichtung aller Aktivitäten zur Erreichung wichtiger Wachstumsmärkte mit dem Ziel höheren Marktanteils für maritime Technologien aus Deutschland angestrebt. Kompetenz und Vernetzung der deutschen Meerestechnik müssen dafür konsequent weiter ausgebaut werden. Internationale Technologie- und Marktführerschaft deutscher Meerestechnik sind wichtige Ziele des NMMT der Bundesregierung und ihres Forschungsprogramms „Maritime Technologien der nächsten Generation“. Die Unterwassertechnik umfasst ein breites Spektrum an Technologien, Verfahren, Dienstleistungen, Produkten und Systemlösungen. Als wichtige Querschnittstechnologie kommt die Unterwassertechnik in vielen Anwendungsfeldern zum Einsatz. 

Auf der Konferenz MAROS 2013 in Ilmenau wurden die "Bilder der Zukunft" für die zu erwartenden Märkte von Unterwassertechnik, insbesondere von Unterwasserrobotik und Sensoren unter Einbeziehung der Akteure aus diesen Märkten entwickelt.

Folgende fünf Einsatzgebiete waren für die Querschnittstechnologien der Unterwasserrobotik von besonderer Bedeutung:

  • Meeresforschung
  • Off-shore Wind
  • Öl und Gas
  • Marine Mineralische Rohstoffe
  • Pipeline und Seekabel.

Der Erfolg der Unterwassertechnik hängt davon ab, welche ökonomischen und ökologischen Verbesserungen damit in den Einsatzgebieten zu erzielen sein werden. Dazu bedarf es neuer Fähigkeiten in der Robotik und Sensorik, die ein Schlüssel für deutsche Unternehmen zu neuen Pfaden in wichtige Marktsegmente der Einsatzgebiete sein können.

Allerdings sind die technologischen Anforderungen und der internationale Konkurrenzdruck erheblich. Daher sollten die nationalen Fähigkeiten auf gemeinsame Ziele hin ausgerichtet werden. Isolierte Parallelentwicklungen, die zu Doppelarbeiten führen, sollten vermieden werden.

Aus dieser Motivation heraus soll ein kontinuierlicher Nachfolgeprozess zur MAROS Konferenz für die Roadmapentwicklung gestartet werden. In diesem Prozess sollen alle Akteure (Anwender, Forscher, Entwickler, Hersteller, Zulieferer) einbezogen werden. Unter dem Dach der GMT werden das Fraunhofer IOSB Ilmenau, die EniTech GmbH Rostock, die Universität Rostock und das DFKI die Organisation übernehmen.

Die AG Robotik der GMT hat einen Auftaktworkshop im September in Bremen durchgeführt, der vom DFKI organisiert wurde. Die Aktivitäten der AG Robotik wurden mit denen von MAROS im Januar 2015 zusammengeführt.

Ziel des Prozesses ist es, die Marktpositionen deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen durch die neuen Technologieentwicklungen auszubauen oder gar internationale Spitzenpositionen zu erreichen.

Auftakt für die Roadmapentwicklung war die Konferenz MAROS 2015 am 21. und 22. Januar 2015 in Rostock im Radisson Blu Hotel sein.

In der Konferenz wurden die Aspekte der zukünftigen notwendigen Entwicklungen diskutiert. Dafür wurde eine Matrix erstellt, die die Märkte enthält und die Funktionen, die die Unterwasserrobotik und Sensorik dafür zur Verfügung stellen muss. Diese Funktionen erhielten einen zeitlichen Bezug, wann sie in dem jeweiligen Markt benötigt werden.

MAROS 2017

Wertschöpfungsketten

Mit rund 80 Gästen aus der maritimen Wirtschaft konnte unter Federführung des Fraunhofer IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik Ilmenau, wieder eine erfolgreiche „MAROS - Maritime Robotik und Sensorik“ – Konferenz am 12. & 13.01.2017 in Potsdam durchgeführt werden. Die MAROS 2017 knüpfte an die vorangegangene Konferenz im Januar 2015 in Rostock an. 

Auf der Konferenz MAROS 2017 wurden die Ergebnisse der fünf vom BMWi initiierten Arbeitsgruppen für das Forschungsprogramm "2018 – 2022 Maritime Technologien"

  • Schiffstechnik,
  • Produktion maritimer Systeme,
  • Schifffahrt,
  • Meerestechnik sowie
  • Echtzeitdienste und Maritime Sicherheit

vorgestellt. Die Querschnittstechnologien maritime Robotik – insbesondere autonome Systeme – und Sensoren sind für alle Arbeitsgruppen von Bedeutung.

Sie sind Ausgangspunkt für einen Prozess zur Entwicklung von Ideen für neue Wertschöpfungsketten für deutsche Unternehmen im Bereich der maritimen Robotik und Sensorik sein. Ziel ist es, auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zum internationalen Markt zu ermöglichen.

Diese Wertschöpfungsketten können ebenfalls interessant sein für Unternehmen, die bisher nicht im maritimen Bereich tätig waren. Deshalb wurden zur Konferenz MAROS 2017 ebenso Unternehmen eingeladen, die bisher nicht oder nur indirekt im maritimen Umfeld aktiv waren, die über verschiedene Industrie- und Branchenverbände angesprochen wurden. Gleichzeitig können sich durch diese Einbindung neue Geschäftsideen für bereits im Markt etablierte Firmen ergeben.

Ein viel beachtetes Highlight war unter anderem auch der Vortrag von Karl Kenny, CEO der kanadischen Firma Kraken Sonar. Pausenzeiten und die Abendveranstaltung wurden für intensive Kooperationsgespräche genutzt. 

Der zweite Konferenztag mündete in der so genannten Potsdamer Erklärung, in der die deutschen Branchenvertreter eine engere Kooperation im Bereich maritimer Technologien vereinbarten. Die Erklärung ist das Ergebnis der Workshops, die als Ausgangspunkt für einen Prozess zur Entwicklung von Ideen für neue Wertschöpfungsketten für deutsche Unternehmen im Bereich der maritimen Robotik und Sensorik dienen. 

Weiterhin kündigte das Bundeswirtschaftsministerium auf der MAROS für Ende Januar 2017 ein neues Förderprogramm zur Wasserstoffproduktion an Offshore-Windkraftanlagen an.

MAROS 2019

Vernetzung

Als Ergebnis der MAROS 2017 wurde die „Potsdamer Erklärung“ verabschiedet. Darin haben verschiedene Akteure ihr Engagement bekräftigt, eine engere Kooperation anzustreben. Es wurden mehrere Themen identifiziert, die für die Industrie- und Forschungspartner von großer Bedeutung sind. Dazu zählen

  • ein offener Geräteträger –ROV/AUV mit offenen Schnittstellen und Platz für Sensorentwickler zur Erprobung neuer Technik und
  • die Definition eines Standards für ein Sensorinterface – offene Schnittstelle.

Das zeigt deutlich: Das Thema „Vernetzung“ ist für die Akteure in der Meerestechnik von besonderer Wichtigkeit.

Deshalb wird die Konferenz MAROS 2019 die „Vernetzung“ in den Mittelpunkt stellen. Der erste Tag ist dem Erfahrungsaustausch zu interessanten Märkten und technischen Highlights sowie Informationen aus Politik und Verbänden gewidmet. Am zweiten Tag werden in Workshops konkrete Aspekte der Vernetzung bearbeitet. In dem Workshop „Virtuelle Fabrik“ wird eine Schweizer Erfolgsgeschichte vorgestellt. Seit 20 Jahren arbeiten mehrere kleine und mittelständische Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen in einer virtuellen Fabrik sehr erfolgreich zusammen, um so Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die ein einzelnes Unternehmen allein nicht in den Markt bringen könnte. Alle Teilnehmer der MAROS Konferenz sind in dem Workshop aufgerufen, dieses Konzept mit den Erfahrungsträgern aus der Schweiz zu diskutieren und sich aktiv dazu auszutauschen, ob das ein Modell für die deutschen Unternehmen der Meerestechnik ist, größere Marktanteile als bisher zu erreichen.

Der zweite Workshop „Offener Geräteträger und Standardisierung“ beschäftigt sich mit der Standardisierung und Normung als eine Komponente, die Vernetzung und Zusammenarbeit auf technischer Ebene erheblich unterstützt. Am konkreten Beispiel des auf der MAROS 2017 identifizierten Thema „Offener Geräteträger“ sollen Anforderungen an das System und die erforderlichen mechanischen, elektrischen und informationstechnischen Schnittstellen diskutiert werden und mögliche Normungsaktivitäten vorbereitet werden.

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